Montag, 18. September 2006 von  Johannes

Die Ergebnisse auf einen Blick

Für die Wahlen zum Abgeordnetenhaus, den Bezirksverordnetenversammlungen und die Volksabstimmung über die Neuregelung von Volksbegehren und Volksentscheid, die gestern um 18 Uhr abgeschlossen waren, liegen die Ergebnisse gebündelt beim Landeswahlleiter für Berlin vor. Hier eine abschließende Zusammenfassung.

Abgeordnetenhaus

Wahlbeteiligung: 58 %

Partei Prozent Sitze
SPD 30,8 53
CDU 21,3 37
Die Linke 13,4 23
GRÜNE 13,1 23
FDP 7,6 13


Bezirksverordnetenversammlungen

Mitte - Wahlbeteiligung 50,5 %

Partei Prozent Sitze
SPD 32,7 19
CDU 19,4 11
GRÜNE 18,1 11
Die Linke 12,5 7
FDP 5,9 3
GRAUE 4,3 2
WASG 4,1 2

Friedrichshain-Kreuzberg - Wahlbeteiligung: 52,4 %

Partei Prozent Sitze
Grüne 33,0 20
SPD 25,6 15
Die Linke 16,5 10
CDU 8,8 5
WASG 6,0 3
FDP 3,8 2

Pankow - Wahlbeteiligung: 54,7 %

Partei Prozent Sitze
SPD 28,3 17
Die Linke 22,8 14
GRÜNE 17,3 10
CDU 12,6 7
FDP 4,5 2
WASG 3,6 2
GRAUE 3,5 2
REP 3,1 1

Charlottenburg-Wilmersdorf - Wahlbeteiligung: 60,3 %

Partei Prozent Sitze
SPD 33,9 20
CDU 28,1 16
GRÜNE 17,6 10
FDP 9,5 5
GRAUE 3,7 2
Die Linke 3,5 2

Spandau - Wahlbeteiligung: 56,9 %

Partei Prozent Sitze
CDU 38,9 24
SPD 33,8 21
GRÜNE 6,4 3
GRAUE 6,2 3
FDP 6,0 3
Die Linke 3,2 1

Steglitz-Zehlendorf - Wahlbeteiligung: 66,4 %

Partei Prozent Sitze
CDU 35,2 22
SPD 29,6 18
GRÜNE 15,8 9
FDP 10,5 6

Tempelhof-Schöneberg - Wahlbeteiligung: 59,8 %

Partei Prozent Sitze
SPD 31,7 19
CDU 28,7 17
GRÜNE 18,6 11
FDP 8,0 4
GRAUE 4,3 2
Die Linke 3,3 1
WASG 3,1 1

Neukölln - Wahlbeteiligung: 52,6 %

Partei Prozent Sitze
SPD 34,6 21
CDU 29,2 17
GRÜNE 10,6 6
FDP 6,5 3
GRAUE 5,6 3
Die Linke 5,5 3
NPD 3,9 2

Treptow-Köpenick - Wahlbeteiligung: 56,8 %

Partei Prozent Sitze
SPD 33,6 19
Die Linke 28,0 16
CDU 12,7 7
GRÜNE 7,1 4
NPD 5,3 3
FDP 4,8 2
GRAUE 4,2 2
WASG 3,6 2

Marzahn-Hellersdorf - Wahlbeteiligung: 48,9 %

Partei Prozent Sitze
Die Linke 38,1 22
SPD 25,0 15
CDU 13,0 7
NPD 6,4 3
GRÜNE 5,1 3
FDP 5,0 3
WASG 4,8 2

Lichtenberg - Wahlbeteiligung: 48,4 %

Partei Prozent Sitze
Die Linke 39,6 23
SPD 28,9 17
CDU 10,1 5
NPD 6,0 3
GRÜNE 5,8 3
WASG 5,0 2
FDP 4,2 2

Reinickendorf - Wahlbeteiligung: 60,3 %

Partei Prozent Sitze
CDU 41,8 25
SPD 29,1 18
GRÜNE 7,6 4
GRAUE 7,0 4
FDP 6,4 4

Volksentscheid - Wahlbeteiligung 57,6%

Ja: 84% / Nein: 16%

Sonntag, 17. September 2006 von  Johannes

Die Dimensionen der Wahl

Die Welt
Die Zeitung gibt einen Überblick über den Umfang der Berliner Wahlen. 2,43 Millionen Bürger sind in 2501 Wahllokalen wahlberechtigt, in den Bezirken dürfen 60000 Jugendliche unter 18 Jahren ihre Stimme abgeben. 22000 Wahlhelfer sind im Einsatz, 370000 Briefwahlunterlagen wurden bis Mitte der Woche beantragt. Daneben erklärt sie, wann eine Stimme ungültig wird, und stellt noch einmal den Wahl-O-Mat vor. Sie berichtet über besondere Hilfmittel für (seh-)behinderte WählerInnen. Außerdem gibt sie bekannt, wo die Parteien am Abend ihren Sieg feiern, oder über ihre Niederlage trauern werden.
Artikel

Sonntag, 17. September 2006 von  Johannes

Ratschläge in letzter Minute

Wofür ist meine Erststimme gut, was wähle ich mit der Zweitstimme? Was tun, wenn ich meine Wahlbenachrichtigung verlegt habe? Wie finde ich mein Wahllokal? Darf ich bei der Stimmauszählung zusehen? Am Wahltag beantworten die Zeitungen diese und andere “Last Minute”-Fragen.

taz
Wofür sind die bis zu fünf Stimmzettel gut, die der Wähler im Wahllokal ausgehändigt bekommt, was kann er mit ihnen bestimmen? Die taz weiß es.
Artikel

taz
Was muss man ins Wahllokal mitbringen, damit man identifiziert werden kann, und wie bekommt man auch heute noch einen Wahlschein für die Briefwahl ausgestellt? Auch dafür hat die taz die passenden Antworten.
Artikel

Berliner Morgenpost
Auch die Morgenpost beschäftigt sich mit Themen wie den nötigen Wahlunterlagen, ungültigen Stimmen, der Briefwahl, der Wahl trotz Krankheit am Wahltag und den Öffnungszeiten der Wahllokale. Die letzten offenen Fragen werden hier geklärt.
Artikel

Samstag, 16. September 2006 von  Johannes

Rot-Rote Mehrheit fraglich

Berliner Zeitung
Da sich viele Berliner noch nicht entschieden haben, ob und wen sie wählen wollen, bleibt das Ergebnis schwer kalkulierbar, schreibt Christine Richter. Manfred Güllner, Chef des Meinungsforschungsinstituts forsa, habe sich aus diesem Grund auch nicht überzeugt davon gezeigt, dass die rot-rote Mehrheit, wie zunächst angenommen, genügen werde. Der Wahlkampf sei handwerklich schlecht geführt worden, eine niedrige Wahlbeteiligung könne einem Bündnis von SPD und Linkspartei.PDS noch einen Strich durch die Rechnung machen.
Artikel

Samstag, 16. September 2006 von  Johannes

Verwirrend einfach!

taz
“Eine taktische Stimmvergabe bringt in vielen Fällen mehr Erfolg als nur das sture Kreuzchenmachen bei der Lieblingspartei”, schreibt Matthias Lohre, und gibt gleich die praktische Anleitung. Wer eine Fortsetzung von Rot-Rot möchte, sollte eine Splitterpartei wählen. Rot-Rot-Grün kann man erreichen, indem man die WASG wählt. Um als CDU-Anhänger Rot-Rot zu verhindern, sollte man die Grünen wählen, und wer die Ampelkoalition will, sollte der FDP seine Stimme geben. Das klingt alles sehr unverständlich und verwirrend? Einfach unten nachlesen!
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Samstag, 16. September 2006 von  Johannes

Historische Ergebnisse am Tag davor

Berliner Morgenpost
Einen Tag vor den Wahlen zum Abgeordnetenhaus und den Bezirksverordnetenversammlungen blickt die Zeitung zurück und nennt Höhe- und Tiefpunkte der Parteien bei den Berliner Wahlen seit dem 2. Weltkrieg. Darunter auch ein Rekord: 1948 erreichte die SPD unter dem Eindruck der Teilung der Stadt mit 64,5 Prozent das für demokratische Wahlen in der Bundesrepublik beste Ergebnis seit 1945.
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Freitag, 15. September 2006 von  Johannes

Verkauft die WASG große Utopien?

Tagesspiegel
Die WASG, sei “jene Partei, deren Berliner Ableger [Gregor] Gysi [der Fraktionsvorsitzende der Linkspartei/PDS im Bundestag] und anderen in der Linkspartei/PDS wegen ihres kompromisslosen Kurses Sorgen bereitet”, schreibt Lars von Törne. Aktuelle Prognosen sehen die “Wahlalternative” bei drei Prozent oder mehr, “für eine radikal linke Partei ist das viel.” Daran habe die Spitzenkandidatin Lucy Redler einen großen Anteil. “Mit ihrer Ausstrahlung, Eloquenz und Inszenierungen wie dem Protest vorm Nobelrestaurant Borchardt” käme sie bei Wählern an, “die für die ideologisch fundierte Weltsicht der Berliner WASG sonst wohl kaum erreichbar wären”. Von Törne nennt die Lösungen der WASG, beispielsweise zur Haushaltssanierung “einfach”, “große Utopien” würden sich eben “gut verkaufen”. So habe die Spitzenkandidatin bei einer Diskussion über linke Politik, bei der Vertreter anderer Parteien das Voranbringen von Sachvorhaben als Ziel ihrer Politik angaben, den “Kampf gegen den Kapitalismus” genannt. “Für Realpolitik dürfte das kaum taugen”, meint von Thörne.
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Freitag, 15. September 2006 von  Johannes

Unantastbares Image

taz
“Egal, ob der 52-Jährige seinen Finanzsenator wegen einer Interviewäußerung öffentlich demütigt, Oppositionspolitiker beleidigt oder Journalisten abkanzelt: Nichts scheint dem positiven Image des Regierenden Bürgermeisters etwas anhaben zu können”, schreibt Matthias Lohre. Es gehe Klaus Wowereit oft nicht “um die Durchsetzung politischer Ziele”, sondern um “Demütigung”. Als Beispiel nennt Lohre Wowereits gereizte Reaktion auf eine Bemerkung der RBB-Moderatorin beim Fernsehduell vom Sonntag. Auch habe er es offenbar genossen, als er seinem Herausforderer Friedbert Pflüger (CDU) im Anschluss an das Duell zwei “Wowi-Bären” - “für Ihre Kinder” - in die Hand drückte. Alle Prognosen sähen Wowereit so weit vorne, dass er sich jedes Verhalten erlauben könne, so Lohre.
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Donnerstag, 14. September 2006 von  Johannes

Aussehen ist alles

taz
Die Tageszeitung beschreibt eine vom Hauptstadtblog und Politik-Digital entwickelte, innovative Wahlentscheidungshilfe: Den “Kand-o-mat“. Hier geht es nicht um Parteiprogramme (wie beim bekannteren Wahl-o-mat) sondern um “Köpfe, Köpfe, Köpfe” - es gilt, die Attraktivität der Kandidaten auf einer Skala von 1 bis 10 bzw. von “frappant” bis “charmant” zu bewerten.
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Donnerstag, 14. September 2006 von  Johannes

Eine gefährliche Gemengelage

Berliner Morgenpost
Jens Anker berichtet von einer NPD-Kundgebung in Charlottenburg. Vor dem Hintergrund des Überfalls auf einen SPD-Wahlkämpfer am vergangenen Freitag stellt er die Ursachen für und die Entwicklung des bekennenden und verborgenen deutschen Rechtsextremismus dar. “Nur noch 38 Prozent der Ostdeutschen und 71 Prozent der Westdeutschen” hielten die Demokratie einer Studie zufolge für die beste Staatsform. “Das ist die Gemengelage, aus der die Rechtsextremen Profit schlagen wollen.” Dem stellt die Zeitung einen Charlottenburger Passanten gegenüber. Dieser stellt sich mit “Ich bin 84 Jahre alt und Jude aus Dnepropetrowsk” vor. Sein Fazit: “Es gibt gute Menschen und blöde Menschen. Die hier sind blöd”.
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